Modellierung der Entmischung von zufälligen restlichen Behandlungs- und Pflegekostenströmen um Extreme - dargestellt am Risiko, 100 Jahre oder älter zu werden

Authors: 
Göthner, Robert
Year: 
2015
Language: 
German
Abstract: 
In der vorliegenden Arbeit werden am Beispiel des Risikos 100 Jahre oder älter zu werden, die Entmischung von extremen Kostenströmen in der privaten Pflegeversicherung modelliert. Ziel ist es, besondere Risiken in der Berechnung der Leistungsbarwerte und Versicherungsprämien zu isolieren um diese Risiken durch Bündelung oder Transfer zu mildern bzw. auszulagern. Im Kapitel 2 wird eine Einordnung der gegenwärtigen Lage in Deutschland vorgenommen. Es wird kalkuliert, wie viele 100+-jährige Menschen 2015 in Deutschland leben. Für eine detailliertere Betrachtung der Risiken hohen Alters werden verschiedene Bevölkerungsprognosen ausgewertet und auf mögliche kommende Veränderungen dieser Gruppe hin untersucht. In Kapitel 3 wird aufgezeigt, wie die Pflegeversicherungslandschaft in Deutschland gestaltet ist. Soziale und private Pflegepflichtversicherung werden hinsichtlich ihrer Leistungen, Beitragserhebung und generellen Struktur hin vorgestellt. Es wird herausgearbeitet, wie sich die aktuelle Lage der Pflegeversicherung in Deutschland darstellt, sowie auf kritikfähige Punkte bei der Ausgestaltung eingegangen. Da es ein Naturgesetz zu sein scheint, dass die Anfälligkeit für Krankheiten im Alter steigt, wird im Besonderen auf die gesundheitlichen Aspekte der 100+-jährigen eingegangen. Theorien zur Entwicklung von Gesundheitszusand und Gesundheitskosten einer älter werdenden Gesellschaft werden ausgewertet und miteinander verglichen. In Kapitel 4 wird die konkrete Berechnungsweise der privatwirtschaftlichen Versicherer in Bezug auf die Pflegepflichtversicherung unter die Lupe genommen. Nach einer Einführung in die konkrete Kalkulationsweise wird gezeigt wie sich Rentenbarwert, Leistungsbarwert und Nettoprämien um jeweilige Anteile der 100+-jährigen entmischen lassen. So errechnete Zahlen führen dann zu Überlegungen bezüglich der Größe des betrachteten Risikos und es werden Handlungsmöglichkeiten zur konkreten Risikosenkung illustriert. Im Speziellen werden eine Senkung der nach dem Äquivalenzprinzip zu fordernden Prämie durch Bündelung und im folgenden Abschnitt eine Verbriefung des errechneten Risikos vorgestellt.
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